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In den 1980er Jahren wütete im Nahen Osten der Erste Golfkrieg zwischen dem Iran des Ayatollah Khomeini und dem Irak des Saddam Hussein. Gleichzeitig hatte Saddam aber auch zivile Fortschrittsideen. Er erinnerte sich an seinen Vorgänger Al Mansur – den Siegreichen, der tausend Jahre vor ihm den Grundstein zum Siegeszug der Wissenschaft im Zweistromland gelegt hatte. In der Astronomie erinnern noch heute viele arabischen Namen von Sternen oder auch astronomischen Geräten an diese Zeit.
Saddam Hussein beschloss, zur Erneuerung dieser Tradition im Norden des Irak – im wilden Kurdistan – ein modernes Observatorium zu errichten. Den Auftrag für dessen schlüsselfertigen Bau erhielt ein Gruppe deutscher Firmen, die schon ähnliche Observatorien für die Max-Planck-Gesellschaft in Spanien errichtet hatten.
Hans Jürgen Kärcher war Projektleiter für das Radio-Teleskop. Er berichtet von seinen Erlebnissen mit den irakischen Astronomen und der einheimischen Bevölkerung, aber auch von Besuchen historischer Stätten wie Babylon und Niniveh. Nach Zerstörungen durch die iranischen Luftwaffe im Sommer 1985 nahm er an den anschließenden Vertrags-Beendigungs-Verhandlungen in Mosul und Bagdad teil.
Inzwischen hat die kurdische Provinzregierung an der Stelle des Observatoriums ein Ferien-Resort errichtet.
Immerhin – eine friedliche Nutzung in einer aufregenden Landschaft!
Referent: Dr.-Ing. Hans Jürgen Kärcher, Beratender Ingenieur, Karben
Anmeldelink:
hier
Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung der Arbeitskreise Technikgeschichte der VDI-Bezirksvereine Berlin-Brandenburg e.V., München, Ober- und Niederbayern e.V. und des Württembergischen Ingenieurvereins.
Veranstaltung
Ein schlüsselfertiges Observatorium für Saddam Hussein? Erlebnisse im Irak 1986-1989
In den 1980er Jahren wütete im Nahen Osten der Erste Golfkrieg zwischen dem Iran des Ayatollah Khomeini und dem Irak des Saddam Hussein. Gleichzeitig hatte Saddam aber auch zivile Fortschrittsideen. Er erinnerte sich an seinen Vorgänger Al Mansur – den Siegreichen, der tausend Jahre vor ihm den Grundstein zum Siegeszug der Wissenschaft im Zweistromland gelegt hatte. In der Astronomie erinnern noch heute viele arabischen Namen von Sternen oder auch astronomischen Geräten an diese Zeit.Saddam Hussein beschloss, zur Erneuerung dieser Tradition im Norden des Irak – im wilden Kurdistan – ein modernes Observatorium zu errichten. Den Auftrag für dessen schlüsselfertigen Bau erhielt ein Gruppe deutscher Firmen, die schon ähnliche Observatorien für die Max-Planck-Gesellschaft in Spanien errichtet hatten.
Hans Jürgen Kärcher war Projektleiter für das Radio-Teleskop. Er berichtet von seinen Erlebnissen mit den irakischen Astronomen und der einheimischen Bevölkerung, aber auch von Besuchen historischer Stätten wie Babylon und Niniveh. Nach Zerstörungen durch die iranischen Luftwaffe im Sommer 1985 nahm er an den anschließenden Vertrags-Beendigungs-Verhandlungen in Mosul und Bagdad teil.
Inzwischen hat die kurdische Provinzregierung an der Stelle des Observatoriums ein Ferien-Resort errichtet.
Immerhin – eine friedliche Nutzung in einer aufregenden Landschaft!
Referent: Dr.-Ing. Hans Jürgen Kärcher, Beratender Ingenieur, Karben
Anmeldelink:
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Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung der Arbeitskreise Technikgeschichte der VDI-Bezirksvereine Berlin-Brandenburg e.V., München, Ober- und Niederbayern e.V. und des Württembergischen Ingenieurvereins.
(Vergangene Veranstaltung)
Online
27.03.2025
17:30 – 19:00 Uhr
Online-Veranstaltung
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(Vergangene Veranstaltung)
Online
27.03.2025
17:30 – 19:00 Uhr
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